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12. Februar 2001;

Ich habe Hunger, Hunger, und keine Lust etwas zu essen .. ;(

und unten, auf der Regenstraße, sehe ich viele verschiedene nasse Pflastersteine im Laternenlicht. Sonne kann mich nicht mehr ertragen!

Mitschnitt:

Das Telefon „Darf ich dich gleich zurück rufen?“

„Ja, gleich .. gleich .. ich bin noch gerade .. am baden ..“

Später „Hallo?“

„Ja, hallo Isabel.“

„Hallo.“

"Ähm, ich habe nicht begriffen, dass es dich gibt.“

[Riesige Pause und eine Menge seltsamer Geräusche .. ] „Ich existiere auch nicht. Ich lese Bücher und bin sehr selbstbezogen.“

„Rede ich mit Lisa Bloom?“

„Ich heiße nicht Lisa Bloom, aber ich bin Lisa Bloom.“

„Als ob es nicht das Selbe wäre. Du hast nicht die Stimme von Lisa.“

„Was willst du denn? Und woher kommt Lisa's Stimme? Es ist .. warte .. es ist 2:25h. Ich ging zwar noch nicht zu Bett, aber weil ich Hunger habe, kann ich nicht schlafen.. ich stottere vielleicht?, stottere ich?“

„Nein, deine Stimme ist angenehm nah. Als lägen wir gemeinsam unter der Bettdecke. Wo lebt Lisa heute?“

„Das mußte ich vergessen. Aber Glück hat etwas mit der Einstellung zu tun und nicht mit Namen. Mit Entgegenkommen und Willen. Wie all das Gelingen.“

„Ich bin 18 und weiß nichts davon. Meine Lieblingssänger heißt David Bowie. Ich mag keinen Dieter Bohlen, keinen Andreas Anders, kein Modern Talking. Aber ich will dich sehr gern treffen.“

„Ich bin daheim. Rufst du mich zu Mittag zurück, und wir vereinbaren irgendetwas? Ich kann dir die Hand in den Rachen schieben.“

„Ich fühle so nah.“

„Oh.. wie nah wir uns wären, wenn wir zusammen gehörten..“

Lisa Bloom Desktop

Jetzt ist es 1.42h du rufst an und an und an. Niemand ruft an. Im Fernsehen „Heathen“. Yes No und Sowieso. Ich mach mir so ein Mixgetränk auf, das den Zahnschmelz auflöst. Gluck Gluck. Nebenher läuft schon das Sendeschlussprogramm des Kinderkanals. Ein weißer Mond, hui, stützt das Bild. Gluck gluck.

Warum bin ich noch allein?

Ich habe eintausend Ideen in meinem Kopf. Aber-aber niemand der mich ermutigt sie zu verwirklichen. Überschattet wird dies alles von den Erwartungen der Gesellschaft. Es ist Scheiße! Mir fehlen Sinn und Ziel! Zum Überdruß gibt’s ringsum nur Überfluss. Womit ich ein Ende will. Indem ich mich a-u-f-l-ö-s-e.

Wenn ich nicht sein darf,

dann für niemanden.



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