ein verfremdeter Schwanz 11. NOVEMBER 2000 - RUCKZUCK .. trennen wir die WELT von AMERIKA :07:15UHR MEZ

Heim gekommen und plitsch pitsch nasch; ich habe mich völlig freiwillig, noch mindestens 10 Minuten, in den Garten gestellt, bevor ich, mit Nikotin stinkigen Fingern, in mein Bett schlich. Es gibt natürlich verschiedene Ansätze den Regen zu stoppen. Ich habe danach heut Nachte die verdreckten Schlagzeug Teile von Tino gereinigt, ich hoffe, er bekommt es mit. Aber was erzähle ich - selbstverständlich wird er es mit bekommen.

Aber*Wir haben vorgestern zwei Nächte nacheinander im Probenraum verbraucht. Und dass obwohl Markus neulich auf die Idee kam, eine Kampagne gegen Spass im PR zu starten. Danach sind Übernachtungen nur noch nach Genehmigung möglich. Ganz schön öde, aber er macht bei solchen Partys ja auch nie mit. Und sehr oft knüpfe ich mir obendrein die Frage, weshalb Markus oder Mario so strickt gegen freies Leben streiten; in erster *Linie steige ich nur die Leiter hinauf, die wir zusammen an die Wand stellten. Mario war bis zuletzt mit da gewesen und konnte sich dann dennoch nicht gegen das klein Wilkau-Haßlauer 'irsche druchsetzen. Die Rennhack 's und Förster 's. Argh.Will mich wirklich raufen in solchen Momenten. Gemeinsam wären wir 1000x stärker. Warum sind sie nur so kleinbürgerlich?

Jedenfalls: ganz heimlich: und Wie(?): Ich hatte überraschende Begegnung mit Lilly und mit meinem Geld und ihren Connections stand dem totalen Rausch nichts mehr im Weg. Axel war sich zu selbstsicher, und wie so oft in jenen Fällen, habe ich mir mindestens 10 mal gewünscht, die Exstaze wäre tatslich wertvoll für mein Leben in Deutschland. Aber wir sangen und sprangen zu den Strokes - Take it or leave it - Lilly trug einen hellblauen String, - so einen werde ich mir nächste Woche auch kaufen.

Lilly lenkte mich ab und erfand schließlich noch die Idee, Fotos zu machen. Da standen wir mitten im vom Ölradiator erwärmten Raum und kicherten und zitterten. "Wein und Barfuß über die Geschichtsreichen Teppiche" .. ; ich weiß ganz genau was Du meinst ,, hihi. Hier saßen Kristin und André und haben Pupertätsstress aussgestanden. Alle Jahre wieder. Mir wird trotzdem immer kälter. Du verschüttest ständig Bier. Bäh.

Komm endlich, dann gehen wir heim.

Das Leben,
scheint so gut wie vorbei
und ich empfinde ein wenig Scham,

bei dem Gedanken,
in zwei drei Jahren,
könnte ich
nur noch

zusammen brechen.

Die Moral in diesem Fall ist einfach fehlgeleitet: seit drei Jahre kaufe ich mir Zigaretten, die nach deutschem Recht versteuert sind. Was habe ich davon?

arme .. * Lisa..

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