[[[***wolkenreich .. 15/nov/2000***]]] lieber tweety, beruhigst du dich noch mit kalten umschlägen? oder ist es endlich vorbei? .. entschuldige bitte: ich mußte irgendwann am nachmittag gehen; dich, wie du es ausdrücktest: "im stich" lassen. ich denke wirklich du bist über das schlimmste hinaus und schließlich gab es auch für mich noch einiges zu erledigen.

Wenn ich mich selbst schneide, dann tue ich das, um meine Seele auszublenden. Kalte Seele.

Aber warmes Blut. Keine Frage, womit einem wohler zu mute ist.

Irgendwann sperrt ihr mich ein, wegen meines Sehvermögens.
Aber handlungsfähig?
Und was ist mit Erfahrungslosen, warum haben sie so ein großes Maul?

WAS IST MIT MIR LOS??????????????!

deine nassen klamotten habe ich auf den balkon gehängt. das aufwaschtuch besser weggeworfen. hinter deinem mülleimer steht die schüssel mit papierresten. falls dich nicht interessiert, wie die dahin kamen lies einfach weiter unten weiter.
die geschichte finde ich ziemlich lustig - im nachhinein, obwohl ich mir fast sicher bin, daß sie dich verärgern wird.. egal; also, du hattest um 1 Uhr gesagt wir sollten einen regentanz im garten tanzen. es regnete dir einfach zu wenig! wir standen knöcheltief im schlamm, denn die wiese war ja nur erde mit wiesensamen darauf. dann hatten wir alle ein blatt mit namen zu beschreiben, die namen von leuten, die uns im leben etwas bedeuteten. du warst so besessen in der vorstellung, wir erlangen frieden im einklang mit der natur indem wir geräusche machen die unseren geist zur schwerelosigkeit verhelfen. was die zettel dabei für eine rolle spielten ist mir bis auf eine alberne ahnung unklar. du sagst auch: frei von gedanken, bedeutet frei von belangen; zugegeben, damit liegst du richtig - aber bitte wo es warm ist und weniger leute uns im vorbeigehen wie blöd anstarren.
bis zum morgen ist es gemütlich geblieben. essen um vier. spaziergang kurz vor der ersten straßenbahn. es ist sehr kalt, wenn man nicht zu schlaf findet. wir drücken uns also aneinander und laufen schneller in den park. überall kunstlicht, schon nervt die stadt: ein bäckerauto, viel bausubstanz, ringsum blink und hell für niemanden, denn niemand ist auf den straßen; abgesehen von uns [ fünf ], die über licht in der nacht schimpfen.


[
11.nov. ] >> 15. Nov. >> [ 16.nov. ]
[
gaestebuch ] + [ uebersicht ]